
Thema ![]() | Boat People
Cap Anamur, Wiedereinbürgerung
Boat People werden ganz allgemein illegale Auswanderer genannt, die über den Seeweg ihre Heimat verlassen. In den 1970er-Jahren wurde der Begriff insbesondere für Vietnamesen verwendet, die nach der Machtübernahme Südvietnams durch Nordvietnam (1975) vor dem kommunistischen Regime über das südchinesische Meer flohen. Der Begriff ist Anfang der 1990er-Jahre auch für Flüchtlinge anderer Herkunft eingesetzt worden, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen auswanderten, etwa für Menschen aus Haiti und Kuba, die ebenfalls auf dem Seeweg unter großen Risiken ihre Heimat in Richtung Florida, USA, verließen. In neuerer Zeit bezieht sich der Begriff auch auf Flüchtlinge, die aus Nordafrika, Albanien oder Kurdistan versuchen, mit Booten das europäische Festland zu erreichen. | |
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