Desertifikation des Bodens in Afrika
Bodenauslaugung,
Bodenaustrocknung,
Bodendegradation,
Desertifikation,
Erhaltung der Böden,
Sahelzone,
Trockenheit,
Verwüstung,
Überweidung
Unter Desertifikation versteht man die Ausbreitung der Wüsten auf
der Erde, die durch die Menschen verursacht wird. Dieser Prozess findet
weltweit in den wechselfeuchten semiariden Tropen im Übergangsbereich
zwischen Wüsten und Savannen statt. Pro Jahr "erobert"
die Wüste rund
6 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Das größte Ausmaß
hat die Verwüstung in Afrika, und hier in der Sahelzone, angenommen.
Dort wächst die Sahara pro Jahr bis zu 17 km in die südlich
gelegenen Savannen hinein.
Ursachen der Desertifikation in der Sahel in Afrika:
- ungünstige Naturbedingungen mit geringen und stark wechselnden
Niederschlägen,
ausgedehnten Dürreperioden und schütterer Vegetation,
- starker Anstieg der Bevölkerungszahl, u. a. durch bessere medizinische
Versorgung,
- Ausdehnung des Ackerbaus nach Norden über die agronomische
Trockengrenze
auf weniger geeignete Böden sowie Wegfall oder
Verkürzung
von bodenschonenden Produktionsformen wie Brache und
Wechsel der
Fruchtfolge,
- Anlage von Tiefbrunnen, was zur Vergrößerung der Herden
und zu einem
Grad der Überweidung geführt hat, der der
Vegetation keine
Erholungsmöglichkeiten mehr gibt,
- Abholzung der Busch- und Baumbestände für die Brennholzgewinnung.