Geschichte
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Die beiden Regierungschefs WILLY BRANDT und WILLI STOPH auf dem Erfurter Bahnhofsvorplatz

1970 in Erfurt - man spricht wieder miteinander
Anerkennung der Teilung, Berliner Mauer, DDR-Identität, deutsch-deutsche Annäherung, deutsche Nation, Deutschlandpolitik, Entspannungspolitik, Erfurt, Moskauer Vertrag, Passierscheinabkommen, Politik der kleinen Schritte, Status quo, Wiedervereinigung, WILLY BRANDT, zwei Staaten, eine Nation

Als sich im März 1970 Bundeskanzler WILLY BRANDT (BRD) und der Ministerpräsident WILLY STOPH (DDR) in Erfurt trafen, war dies auf solch offizieller Ebene das erste Zusammentreffen von ostdeutschen und westdeutschen Politikern seit einer gescheiterten Ministerpräsidentenkonferenz im Jahre 1947. Seither waren mit den Gründungen der BRD und der DDR 1949 aber nicht nur zwei deutsche Staaten entstanden. sondern vor allem seit dem Bau der Berliner Mauer 1961, auch Kontakte der Deutschen aus Ost und West fast unmöglich geworden.
Dennoch zeigten spontane Sympathiebekundungen von DDR-Bürgern für WILLY BRANDT während des Treffens in Erfurt, dass die Menschen große Hoffnungen in diese Zusammenkunft setzten. Solchen Hoffnungen kam ein von der neuen sozialliberalen Regierung der Bundesrepublik vertretenes Konzept einer "Politik der kleinen Schritte" und eines "Wandels durch Annäherung" entgegen. Durch Vereinbarungen mit der Regierung der DDR, die damit als gleichberechtigter Partner anerkannt wurde, wollte man für die von der Teilung betroffenen Menschen konkrete Erleichterungen und Kontaktmöglichkeiten erreichen. Gleichzeitig verknüpfte sich damit die Vorstellung, dass sich in solch konkreten Begegnungen nicht nur das Bewusstsein einer einheitlichen deutschen Nation erhalten, sondern auch ein allmählicher Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR möglich sein würde.

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Die beiden Regierungschefs WILLY BRANDT und WILLI STOPH auf dem Erfurter Bahnhofsvorplatz
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