Geschichte
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Der Dolchstoß

Die Dolchstoßlegende
1. Weltkrieg, Dolchstoßlegende, FRIEDRICH EBERT, Gebietsverluste, HINDENBURG, Novemberrevolution, Rechtfertigungsideologie, Reparationsleistungen, Sozialisten, Versailler Vertrag, Waffenstillstand

Die Dolchstoßlegende war das zentralen Element der Rechtfertigungsideologie der für die militärische Niederlage im ersten Weltkrieg verantwortlichen Kreise des deutschen Bürgertums und der Generalität. Sie gipfelte in der These, dass der unselige Ausgang des Ersten Weltkriegs nicht auf Fehler der Heeresleitung bei der Kriegführung zurückzuführen sei; auch nicht auf die Überlegenheit der militärischen Gegner. Vielmehr sei die Heimat der kämpfenden Front in den Rücken gefallen. Vor allem die zersetzende Haltung der Sozialisten, die zur Novemberrevolution 1918 geführt habe, habe "der im Feld unbesiegten Truppe hinterrücks den Dolch in den Rücken gestoßen".
Damit wurde sie auch zum Instrument konservativ-nationalistischer, auf Revanche sinnenden Kräften. Diese nutzten die Dolchstoßlegende dazu, die deutschen Sozialisten und die Novemberrevolution als Schuldige für die Niederlage und für den Versailler Vertrag an den Pranger zu stellen.
Trotz ihrer sachlichen Unhaltbarkeit vergiftete die Dolchstoßlegende das politische Klima in Deutschland bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten.

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