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Kapp-Putschisten

Kapp-Lüttwitz-Putsch
Arbeiterschaft, Enttäuschung über die neue Regierung, Freikorps, Generalstreik, neue Regierung, Niederschlagung des Arbeiteraufstands, NOSKE, preußische Regierung, provisorische Regierung, Reichstagswahlen, Reichswehr, Roten Ruhrarmee, Ruhrgebiet, Rücktritt, Umsturzversuch, WALTHER FREIHERR VON LÜTTWITZ, WOLFGANG KAPP

In den Tagen vom 13. bis zum 17. März 1920 versuchte eine kleine Gruppe nationalistischer Verschwörer die Regierung der Weimarer Republik durch einen Putsch zu stürzen. Die Gruppe um den Politiker WOLFGANG KAPP und den Reichswehrgeneral WOLFGANG FREIHERR VON LÜTTWITZ hielt mit Unterstützung der Marinebrigade Erhardt vier Tage lang das Regierungsviertel Berlins besetzt. Die rechtmäßige Regierung floh unterdessen nach Stuttgart und rief zum Generalstreik auf. Die Reichswehr weigerte sich, den Putsch gewaltsam zu beenden, mit der Begründung "Truppe schießt nicht auf Truppe". Durch den Generalstreik und den passiven Widerstand der Berliner Beamtenschaft brach der Putsch innerhalb kürzester Zeit zusammen. Der Putschversuch hatte dennoch verheerende Folgen: Die Regierung musste zurücktreten, im Ruhrgebiet brach ein Arbeiteraufstand los, und die Reichstagswahlen im Juni 1920 beendeten die sogenannte "Weimarer Koalition" der republiktreuen Parteien.

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Medien
Kapp-PutschistenIn Reaktion auf den Kapp-Putsch in Berlin bewaffneten sich die Arbeiter im Ruhrgebiet und konnten sich mehr als 14 Tage halten, bis die Reichswehr den Aufstand niederschlug. Das Foto zeigt den Gewehrappell bei einer Einheit der  Roten Ruhrarmee.
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